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Branchenbericht

Branchenbericht Wäsche 2025

Die Konsumstimmung leidet, viele Haushalte sparen, besonders bei Alltagsgütern wie Kleidung und Einrichtung. Auch die Modebranche und damit auch der Wäschemarkt befinden sich im Wandel: Nachhaltigkeit trifft auf Ultra-Fast-Fashion, während Online- und vertikale Anbieter den Wettbewerb verschärfen. Der Wäschemarkt zeigt sich mit einem gesamten Umsatz von 5,6 Milliarden Euro trotz aller Widrigkeiten stabil und auch in den nächsten Jahren wird ein moderates Wachstum prognostiziert.
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In Kooperation mit der BBE Handelsberatung präsentiert das IFH KÖLN den aktuellen „Branchenbericht Wäsche 2025“. Seit der letzten Ausgabe im Jahr 2017 hat sich das Marktumfeld erheblich verändert. Mehrere einschneidende Krisen, darunter auch die CoronaPandemie, haben deutliche Spuren hinterlassen und die Entwicklung der Branche nachhaltig geprägt.

So büßte der Wäschemarkt (inklusive Strumpfwaren und Badebekleidung) während der Pandemie im  Jahr 2020 rund 300 Millionen Euro ein. Er erholte sich jedoch recht schnell und erreichte bereits im Jahr 2021 mit einem Wachstum von 6,7 Prozent das Vorkrisenniveau. Seitdem erfolgte ein geringes, aber moderates Wachstum mit einem Umsatz von 5,64 Milliarden Euro 2024 und einer Umsatzsteigerung von 1 Prozent zum Vorjahr. Für 2025 rechnen die Marktexpert:innen erneut mit einer leichten Umsatzsteigerung um 1,1 Prozent.

„Die Stabilität der Wäschebranche in 2025 bestätigt unsere Prognosen zur Resilienz von Grundbedarfssortimenten. Gemeinsam mit unserem langjährigen Partner IFH KÖLN beobachten wir, wie sich der Markt durch Qualitätsfokus und intelligente MultichannelStrategien neu positioniert. Die Daten zeigen: Wer jetzt in Kundenerlebnis und Sortimentsoptimierung investiert, wird gestärkt aus der Krise hervorgehen“, meint Lukas Reischmann, Senior Consultant Strategy, BBE Handelsberatung.

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Strümpfe und Damenwäsche als umsatzstärkste Warengruppen
Mit einem Umsatzvolumen von 1,9 Milliarden Euro machen Strumpfwaren etwa ein Drittel und damit weiterhin den größten Anteil am Wäschemarkt aus. Vor allem Socken, die vom anhaltenden SneakerTrend profitieren, entwickeln sich von der einfachen Fußbekleidung hin zum modischen Element. Einen ebenfalls bedeutenden Anteil im Wäschebereich nehmen Damenwäsche (2024: 1,3 Mrd. Euro) sowie Miederwaren (2024: 1,2 Mrd. Euro) ein. Diese sind seit 2019 durchschnittlich um 2,9 beziehungsweise 2,1 Prozent pro Jahr gewachsen und beleben damit den Markt. Insbesondere bei diesen Warengruppen zeigt sich, dass gesellschaftliche Entwicklungen wie die Trends zur Casualisierung und Bequemlichkeit – welche durch die Pandemie deutlich verstärkt wurden, die Wäschewahl prägen. Herrenwäsche macht mit einem Marktvolumen von 665 Millionen Euro nur knapp die Hälfte der Umsätze, die mit Damenwäsche erwirtschaftet werden.

Onlinevertrieb weiter auf Wachstumskurs
Mit knapp einem Drittel nehmen Versender und Internet-Pure-Player 2024 den größten Anteil am Vertrieb von Wäsche ein (29,2 %). Im Jahr 2016 lag dieser Anteil noch bei 20,9 Prozent und verzeichnet somit ein kontinuierliches Wachstum. Auch der Fachhandel behauptet sich als bedeutender Vertriebskanal – Wäsche-Filialisten/Monolables und Bekleidungsfilialisten konnten ihren Anteil über die Jahre relativ konstant halten. Dagegen verliert vor allem der kleinbetriebliche stationäre Fachhandel Marktanteile (2016: 14,8 %; 2024: 11,5 %) – der zunehmende Wettbewerbsdruck und Nachfolgeprobleme setzen ihm weiter zu. Auch Kauf- und Warenhäuser wurden deutlich abgehängt: Ihr Anteil verringerte sich innerhalb von acht Jahren um mehr als 50 Prozent (2016: 16 %; 2024: 7,7 %).

„Unsere Analysen zeigen deutlich, dass der Onlinehandel eine immer wichtigere Rolle im Wäschemarkt spielt. Dazu drängen asiatische Online-Marktplätze wie Temu und Shein auf den Markt, was den Wettbewerb noch weiter verschärfen dürfte. Hinzu kommt die Veränderung des Kaufverhaltens durch soziale Medien und ein steigendes Nachhaltigkeitsbewusstsein. Hier gilt es auf innovative Geschäftsmodelle zu setzen – denn wer jetzt nicht handelt, riskiert trotz Marktstabilität, im Wettbewerb zurückzufallen“, erklärt Hansjürgen Heinick, Senior Consultant am IFH KÖLN.
 

Die Studie beantwortet u.a. die folgenden Fragen: 

  • Wie entwickeln sich Einkaufsverhalten und Konsumausgaben bei Wäsche in Zeiten multipler Krisen? 
  • Welche Warengruppen gelten als Gewinner oder Verlierer? 
  • Wie haben sich die verschiedenen Vertriebskanäle für Wäsche entwickelt? 
  • Welche Trends und Einflüsse prägen die Branche? 
  • Wie wird sich der Wäschemarkt in den nächsten Jahren entwickeln? 

Inhalte der Studie

  • Wirtschaftliche Entwicklung des Gesamtmarktes 2016-2025
  • Konsumstimmung und Konsumausgaben in Deutschland 
  • Anteil Wäschemarkt am Fashionmarkt 
  • Aktuelle Umsatzentwicklung Wäsche 

Warengruppen im Wäschemarkt 2016-2025* 

  • Definitionen und Abgrenzung 
  • Anteile der Hauptwarengruppen 
  • Umsatzentwicklungen und Marktanteile der Warengruppen 

Vertriebsstruktur 2016-2025** 

  • Definitionen und Abgrenzung 
  • Entwicklung der Vertriebswege 
  • Entwicklung des Onlinehandels 

Trends, Einflüsse & Chancen im deutschen Handel 

  • Komfort
  • Nachhaltigkeit
  • Asiatische Online-Marktplätze
  • Amazon Haul
  • Social Commerce 

Zukunft Wäschemarkt 2025-2029 

  • Umsatzprognose Gesamtmarkt (inkl. verschiedener Prognoseszenarien) 
  • Marktanteilsentwicklung der Teilmärkte
  • Prognose Entwicklung der Vertriebswege
  • Prognose Entwicklung Onlinehandel 

* 5 Hauptwarengruppen: Damenwäsche (Damen-Tagwäsche (u.a. Slips/Unterhosen, Unterkleider, Unterhemden), Damen-Nachtwäsche (Nachthemden, Schlafanzüge)), Miederwaren (u.a. Büstenhalter, Miederhosen, Korseletts, Hüftgürtel), Herrenwäsche (Herren-Tagwäsche (u.a. Slips/Unterhosen, Unterhemden), Herren-Nachtwäsche (Nachthemden, Schlafanzüge)), Badebekleidung (Damen- und Herren-Badebekleidung (u.a. Badeanzüge, Bikinis, Badehosen, Bade-/Hausmäntel, Negligés)), Strumpfwaren (Damen- und Herren-Strümpfe, Damen-Strumpfhosen) 

** Vertriebswege: Kleinbetrieblicher Fachhandel (Wäsche-Fachhandel, Bekleidungs-Fachhandel), Filialisten (Wäsche-Filialisten inkl. Monolabels, Bekleidungs-Filialisten), Kauf-/Warenhäuser, Versender, Internet-Pure-Player, Lebensmitteleinzelhandel (SB-Warenhäuser/Verbrauchermärkte, Discounter), Sonstige Anbieter