Küchenmarkt stabilisiert sich 2025 - Fachhandel bleibt tragende Säule

24.06.2026
Deutscher Küchenmarkt zeigt sich 2025 mit 13 Milliarden Euro Umsatz stabil. Küchenmöbel halten größte Marktanteile am Gesamtmarkt. Smart-Home-Trend bislang eher von geringer Relevanz. Fachhandel bleibt aufgrund hoher Produktkomplexität wichtigster Vertriebskanal.

Köln, 24. Juni 2026 —  Der deutsche Küchenmarkt zeigt sich im Jahr 2025 nach dem Rückgang im Vorjahr stabil. Insgesamt gaben Verbraucher:innen im Jahr 2025 rund 13 Milliarden Euro für Küchenmöbel, Einbaugeräte und Zubehör aus – der Umsatz bewegt sich damit auf Vorjahresniveau.

Trotz moderater Preissteigerungen, etwa bei Materialien, bleibt die Küche das absatzstärkste Segment im Bereich Wohnen und Einrichten und verzeichnet seit 2016 ein Wachstum von rund 16 Prozent. Das zeigt der neue „Branchenbericht Küche“ des IFH KÖLN in Zusammenarbeit mit der BBE Handelsberatung und Aroundhome.

„Dreizehn Milliarden Euro Umsatz und trotzdem kein Grund zur Zufriedenheit. Wer den strukturellen Wandel als vorübergehende Delle abtut, wird ihn zu spät als wachsende Realität erkennen“, ordnet Prof. Dr. Philipp Hoog, Partner bei der BBE Handelsberatung, die Daten ein.

Küchenmöbel dominieren Gesamtmarkt, smarte Funktionen bislang nebensächlich

Ein Blick auf die drei Teilmärkte Küchenmöbel, Einbaugeräte und Zubehör/Montagen zeigt, dass Küchenmöbel weiterhin das größte Segment bilden und in den vergangenen Jahren Marktanteile hinzugewinnen konnten.

Damit prägen sie die Entwicklung des Gesamtmarktes und unterstreichen die anhaltend hohe Bedeutung klassischer, langlebiger Ausstattungskomponenten in der Küche. Demgegenüber spielen technologische Trends wie Smart Home in der Küche bislang nur eine untergeordnete Rolle.

So misst die große Mehrheit der befragten Kund:innen vernetzten Anwendungen und digitalen Zusatzfunktionen derzeit nur eine geringe bis keine Bedeutung bei der Kaufentscheidung bei.

„Margendruck und preissensible Kunden fordern heute höchste Effizienz im Vertrieb. Eine Vorab-Qualifizierung löst diesen Engpass auf: Sie schafft Orientierung für Verbraucher und sichert dem Fachhandel gezielt Kunden mit hoher Kaufwahrscheinlichkeit“, so Josefine Budszus, Küchenexpertin bei Aroundhome.

Fachhandel bleibt zentraler Absatzkanal

Die Vertriebsstruktur des Küchenmarktes wird weiterhin klar vom stationären Handel geprägt. Mit einem Marktanteil von 39,3 Prozent ist der Möbel-Fachhandel – einschließlich Filialisten – der wichtigste Vertriebskanal, noch vor Küchenspezialisten und -fachmärkten.

Der Onlinevertrieb verzeichnet zwar die dynamischste Entwicklung, bleibt mit einem Anteil von 7,2 Prozent jedoch vergleichsweise klein. Entscheidend hierfür ist die hohe Produktkomplexität, die eine umfassende Beratung und individuelle Planung erfordert.

„Ein zentrales Unterscheidungsmerkmal des Küchenmarktes im Vergleich zu anderen Konsumgütermärkten ist die herausragende Bedeutung des Fachhandels. Der Markt wird weiterhin klar von stationären Anbietern geprägt, die insbesondere vom hohen Beratungsbedarf und den gestiegenen Qualitätsansprüchen der Kundschaft profitieren.

Screenshot 2026-06-24 155539.png Gerade bei komplexen Produkten wie Einbauküchen bleibt die persönliche Beratung entscheidend – entsprechend verläuft die Entwicklung des Gesamtmarktes weitgehend parallel zur Situation im Fachhandel“, erklärt Christoph Lamsfuß, Senior Consultant am IFH KÖLN.

Über die Studie  

Der „Branchenbericht Küchen“, Jahrgang 2026, des IFH KÖLN in Kooperation mit der BBE 
Handelsberatung und Aroundhome, analysiert den Küchenmarkt und zeigt die Veränderungen der 
vergangenen Jahre im Gesamtmarkt auf. Die Studie liefert detaillierte Ergebnisse zum Einkaufs- und 
Konsumverhalten deutscher Verbraucherinnen und Verbraucher.  
Marktvolumen auf Endverbraucherebene 2016 bis 2025 

• Marktvolumen auf Endverbraucherebene 2016 bis 2025 
• 9 Warengruppen* – Entwicklung, Wachstumstreiber 
• Vertriebswegeprofile, Vertriebsstrukturen 2016 bis 2025 
• 7 Vertriebsformate – Entwicklung, Wachstumstreiber 
• Marktprognose 2026 bis 2030 
• Prognose der Vertriebswege 2026 bis 2030 

* Die 9 Warengruppen sind wie folgt: Küchenmöbel, Herde/Backöfen, Kochmulden, Geschirrspüler,  Kühlgeräte, Gefriergeräte, Dunstabzugshauben, Mikrowellen, Zubehör/Montagen. 

 

Zum Branchenbericht

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