Online-Handel und Corona-Effekte: Neue Kaufkraft- und Zentralitätskennziffern

Die neue öffentliche Gesundheitslage hatte zu einem teilweisen Lockdown sowie weiteren Beschränkungen der deutschen Einzelhändler geführt. Ein Großteil der Betriebe, die nicht der Nahversorgung dienen, war und ist erheblichen Umsatzrückgängen ausgesetzt, die Unternehmensexistenzen und Arbeitsplätze bedrohen.

Für die betroffenen Unternehmen und ihre Verbände, aber auch für die deutschen Städte, Gemeinden und Regionen, die mit den strukturellen Folgen zu kämpfen haben, sind Klarheit und Planbarkeit in der Krise daher ein Schlüsselfaktor. Die ab sofort erhältlichen Kaufkraft- und Zentralitätskennziffern des deutschen Einzelhandels 2020 von der BBE Handelsberatung und MB-Research bieten belastbares Datenmaterial, um allen Stakeholdern des Handels eine klare Informationsgrundlage und Orientierung in unsicheren Zeiten zu geben. Konkret wurden die absehbaren Effekte der Corona-Pandemie bis zum Stand April 2020 berücksichtigt.

Dieser Orientierungsrahmen umfasst folgende Aspekte:

  • Die Zentralitätskennziffern des Handels sind ein statistischer Indikator für die Attraktivität eines Einzelhandelsstandorts und werden jährlich für alle Kommunen mit mehr als 10.000 Einwohnern ermittelt. Eine Kennziffer von über 100 bedeutet, dass die Kommune mehr Kaufkraft binden kann, als den eigenen Einwohnern zur Verfügung steht. Liegt der Wert unter 100, heißt das, dass Kaufkraft in andere Kommunen abfließt. Dabei ist der Wert relativ zu den anderen Kommunen zu sehen (vgl. Kaufkraftbindungsquote).
     
  • Die in diesem Jahr neu eingeführte Kaufkraftbindungsquote berücksichtigt den Online-Handel und weist aus, wie viel eine Stadt an Kaufkraft binden kann – unter Berücksichtigung der Abflüsse in den Online-Handel. Hier handelt es sich also um die absolute Kaufkraftbindung der jeweiligen Kommune.
     
  • Einzelhandelsumsätze sind alle im örtlichen Einzelhandel getätigten Umsätze. Die Umsatzkennziffern/POS-Umsätze geben die tatsächlich im örtlichen Einzelhandel entstandenen Umsätze wider.
     
  • Kaufkraftkennziffern sind in der regionalen Absatzplanung die verlässlichste Messgröße für das Konsumpotenzial einer Region. Dank einer Kaufkraftprojektion für alle Kommunen bis auf Ebene der Gemeinden und fünfstelligen Postleitzahlen können zudem verlässliche regionale Absatzplanungen vorgenommen werden.


Im Ranking der kaufkraftstärksten Städte heben sich in diesem Jahr die Metropolregionen Frankfurt am Main und München hervor. Sowohl die Städte selbst als auch viele umliegenden Gemeinden weisen auch in diesem Jahr Spitzenwerte aus.

Bei der Zentralität der Städte mit mehr als 500.000 Einwohnern führt Nürnberg mit einer Einzelhandelszentralität von 127,5 das Feld an. Mit etwas Abstand folgt Hannover mit einer Kennziffer von 120,9. Die Städte Stuttgart, Düsseldorf und Dortmund teilen sich mit Werten von jeweils 118 den dritten Platz.

Den unangefochtenen ersten Platz unter allen Kommunen mit mehr als 10.000 Einwohnern nimmt die Stadt Mülheim-Kärlich ein. Die Einzelhandelszentralität beträgt dort 474,7. Darauf folgt mit etwas Abstand die Ferien- und Ostseeinsel Fehmarn mit einem Wert von 458,7.

Quelle: @ Michael Bauer Research GmbH, BBE Handelsberatung GmbH, CIMA Beratung + Management GmbH

Einzelhandelsrelevante Kaufkraft: ab 95 EUR
Zentralität: ab 120 EUR

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