Um was geht's?

Die BBE wurde mit der Ausgestaltung des bereits gesatzten Bebauungsplans Nr. 1989 „ehemalige Bayernkaserne und Bayernkaserne Ost“ im Stadtbezirk Schwabing-Freimann in Zusammenarbeit mit Dragomir Stadtplanung, IPH Handelsimmobilien und ISR Institut für Stadt- und Regionalmanagement beauftragt.

Ziel war es, ein belebtes und intaktes Wohn- und Arbeitsquartier mit Einkaufsmöglichkeiten (insbesondere Grundversorgung) zu schaffen. 

Interdisziplinäre Zusammenarbeit auf höchstem Niveau:
Zuständig war ein Interdisziplinäres Team mit umfassenden Kompetenzen im Bereich der Stadt-, Handels- und Immobilienentwicklung ausgetattet mit tiefem Verständnis für die Bedürfnisse des Einzelhandels und die Anforderungen an Stadtteilzentren/Einzelhandelsimmobilien.

15.000
neue Einwohner
5.500
neue Wohneinheiten
2020
Baustart (Schulen)

Ausgestaltung des Bebauungsplans

  • Fällt unter die neue Baugebietskategorie „Urbanes Gebiet“ (§ 6a BauNVO)
    • dient dem Wohnen sowie der Unterbringung von Gewerbebetrieben und sozialen, kulturellen und anderen Einrichtungen, die die Wohnnutzung nicht wesentlich stören
  • Gesamtes Flächenpotenzial beträgt ca. 48.000
  • Zentraler Stadtplatz (Sondergebiet) dient als Quartierszentrum mit Nutzungen aus dem Bereich Dienstleistungen, Gastronomie und Einzelhandel
  • Geplant sind rund 6.000 Wohneinheiten für bis zu 15.000 Einwohner
  • Im Herbst 2020 startet das Bauvorhaben mit dem Bau zweier Schulen

Besonderheiten:

  • Größtes Wohnquartier im Münchner Norden
  • Frühe und intensive Beteiligung der Öffentlichkeit bei der Planung

 

Makro- und Mesostandort

  • München als stärkster Wirtschaftsstandort Deutschlands
  • 78.000 Einwohner im Stadtbezirk Schwabing-Freimann (Stand 03/2019)
  • Positive Bevölkerungsentwicklung (+ 21,1%) setzt sich perspektivisch fort
    • + 44,3% bis 2035 Stadtbezirk mit dem zweitstärksten Wachstum
  • Gute Anbindung für den MIV an örtliches, regionales und nationales Straßennetz
  • Leicht eingeschränkte überörtliche ÖPNV-Erreichbarkeit des Stadtbezirks
  • Hohe einzelhandelsrelevante Kaufkraft des PLZ-Gebiets von 123,5 (D = 100)

Nutzungskonzept und städtebauliche Rahmenplanung

Nahversorgung als Schwerpunkt in dem neuen Stadtquartier mit folgenden Sortimentsempfehlungen                          

  • Lebensmittelvollsortimenter
  • Lebensmitteldiscounter
  • Drogeriemarkt
  • Gesundheitsdienstleistungen
  • Dienstleistungsbetriebe
  • Ergänzung: Textil-Filialisten und gastronomische Konzepte

Mikrostandort

  • Gewerbe- und Industrienutzung prägt unmittelbares Projektumfeld
  • Sehr gute Fernwirkung des Projektareals nach seiner Fertigstellung
  • Sehr gute überörtliche PKW-Erreichbarkeit bereits heute gegeben                   
  • Anbindung an das ÖPNV-Netz aktuell nicht optimal
  • Zukünftige Verbesserung durch die geplante Verlängerung der Tram-Linie 23 und die ebenfalls geplante U-Bahnlinie 26

Stadtplatz für EHZ und soziale Einrichtungen überwiegend im 1. OG (empfohlener Konzeptansatz EG-Rahmenplan)

  • Konzentration der Einzelhandels- und der relevanten sozialen Einrichtungen um den Stadtplatz - möglichst hohe Frequentierung des Stadtplatzes
  • Verlagerung von Teilflächen (soziale und gastronomische Einrichtungen) mit weniger Laufkundschaft in das 1. OG
  • Auch gastronomische Nutzung am Stadtplatz möglich
  • Grünboulevard ost- und westseitig des Stadtplatzes wird zur Gastronomiemeile

Nachfrageanalyse

  • Autoerreichbare Einzelhandelsbetriebe mit Kopplungsmöglichkeiten (z.B. Euro-Industriepark etc.) lassen Kaufkraftabfluss aus der Bayernkaserne erwarten
  • Umliegenden Standorte sind bzgl. ihrer Wettbewerbsfähigkeit als gering bzw. als Nebenwettbewerber einzustufen
  • Voraussichtlich überdurchschnittliches Kaufkraftniveau auf dem Gebiet der Bayernkaserne (im Vergleich zum Bundesdurchschnitt)
  • Prognostiziertes Kaufkraftpotenzial von rd. 105,6 Mio. € (bei 15.000 Einwohnern)
    - Nahrungs- und Genussmittel (rd. 41 Mio. €)
    - Drogeriewaren (6,6 Mio. €)
Ansprechpartner

Markus Wotruba

Leiter Standortforschung München
Brienner Str. 45,
80333 München