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Uhren & Schmuck: Branche weiterhin im Krisenmodus

Dez 2021
Die Schmuck & Uhren-Branche blickt auf ein ereignisreiches Jahrzehnt zurück. Zu Beginn – 2009/10 - im Krisenmodus mit anschließendem, kaum für möglich gehaltenen Kaltstart in eine langjährige Aufholjagd mit einem am Jahrzehntende neuen Allzeithoch weit über der Umsatzschwelle von sechs Mrd. Euro.

Seit Anfang 2020 schlittert die Branche durch die Corona-Epidemie wieder zurück in den Krisenmodus, verliert vom Vorjahrestop voraussichtlich über 800 Umsatzmillionen - und steht damit keineswegs allein in der deutschen Konsumgüterlandschaft. Peter Frank, Senior Consultant bei der BBE Handelsberatung: „Wie in den meisten Einzelhandelsbranchen, ist auch hier der Umsatz in 2020 deutlich rückläufig, wenngleich sich das Minus noch in Grenzen hält. Überall, wo geshoppt wird, fehlen einfach die Frequenzen.“ Große Rückgänge bei Phantasieschmuck seien wohl der wenig vorhandenen Lust am Shopping geschuldet. „Ohne Kauflaune geht hier nur wenig.“

Edle Uhren hatten laut Frank stark vom Tourismus profitiert. Denn gerade chinesische, russische und arabische Touristen schätzen die Echtheit der Ware und die Preise in Deutschland. Dieser Markt ist aufgrund der Reisebeschränkungen besonders stark in Mitleidenschaft gezogen. Wenn nicht stationär, dann online: Was auf andere Branchen zutrifft, gilt bei Uhren & Schmuck zwar weniger. Aber gerade die Pure Player, aber auch der weitere Distanzhandel, sind weiterhin auf dem Vormarsch – mit steigender Tendenz. Frank: „Während der Uhren- und Schmuck-Fachhandel weiter Federn lassen wird, halten die Filialisten ihre Position. Sicherlich auch aufgrund ihrer Multi-Channel-Aktivitäten.“

Es ist davon auszugehen, dass der Markt nach Corona eine längere Erholungsphase benötigen wird. Ab 2023 ist wieder von einem Marktniveau wie 2019 auszugehen – allerdings mit einem höheren Anteil an Distanzgeschäft.

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Ansprechpartner

Peter Frank

Senior Consultant
Brienner Str. 45,
80333 München