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Nach der Corona-Krise: Was Einzelhändler jetzt nicht vergessen dürfen

Jul 2021
Die Inzidenzzahlen sinken, die Impfquote steigt und langsam kehren die Kunden in die Innenstädte und Geschäfte zurück. Zwar ist die Kundenfrequenz und der Umsatz bei vielen Händlern immer noch nicht auf Vor-Krisenniveau, aber die Hoffnung und Zuversicht steigt bei vielen Unternehmen.

Was muss der Einzelhandel jetzt besonders beachten? Vor welchen Herausforderungen steht die Branche? Kunden, die kommen, wollen interagieren, kommunizieren und einkaufen. Die Sehnsucht nach Interaktion, sich umzuschauen und sich etwas zu gönnen, ist gerade jetzt besonders groß. Mit Blick auf die hohe Sparquote sollten die Unternehmer bzw. Führungskräfte die Mitarbeiter sensibilisieren, dass der Kunde bereit ist, auch mal höherpreisig oder mehr Artikel als ursprünglich geplant einzukaufen.

Beim Thema Werbung muss aufgepasst werden: Hier – genauso wie bei Preisabschriften – muss gezielter nach den Warengruppen agiert werden. In vielen Branchen (z.B. Sport) gibt es Warengruppen mit Sonderkonjunktur. Diese können problemlos ohne Werbeanstoß und Rabatte verkauft werden. Andere Warengruppen verkaufen sich nur schwer und die Artikel liegen wie Blei in den Regalen. Hier muss gezielt Altware abverkauft werden, d.h. sehr aktiv reduziert und geworben werden. Kurzum: Weniger Pauschalaktionen bzw. Rasenmäherrabatte!

Viele Geschäfte haben die Zeit der Schließungen für Veränderungen oder Renovierungen genutzt (z. B. Ruhezonen, Neue Shop-Flächen, Licht, Bodenbeläge). Außerdem sind immer mehr Händler auf diverseren Online-Plattformen vertreten. Dies muss dem Kunden mitgeteilt werden! Emotionale Werbung ist gefragt. Dem Kunden „Danke“ sagen für seine Treue (z. B. mit Response-Gutscheinen).

Grundsätzlich soll der Kunde wieder begeistert werden – das ist jetzt noch wichtiger als zuvor. Es ist elementar dem Kunden zu zeigen, dass der stationäre Handel begeistern und emotionalisieren kann. Da spielt natürlich das Personal eine entscheidende Rolle. Viele Geschäfte berichten von Neu-Kunden. Diese müssen natürlich abgeholt und begeistert werden und zu Wiederkommern generiert werden. Dabei spielt auch ein ausgeklügeltes CRM – Kundenbeziehungsmanagement – eine entscheidende Rolle, um die neuen Kontakte auch werblich nutzen zu können. Hier muss das Personal entsprechend sensibilisiert werden. Zudem gilt es die Neuerungen der Krisenzeit (z.B. Digitale Schaufenster mit oder ohne Reservierungsfunktion) weiter auszubauen.  

Wichtig: Die Einkaufsplanung FS 2022 muss sehr sorgfältig angegangen werden. Das Endlager der Saison FS 2021 ist aufgrund der atypischen Lagerentwicklung neu zu bewerten (Carry over Ware, Sortimentslücken durch Spenden, Verwerter etc.).

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