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Möbelhandel in Deutschland: Zwischen Hoffen und Bangen

Jul 2021
Die Verbraucherstimmung in Deutschland wird immer besser. Gründe dafür sind sinkende Inzidenzwerte, die Lockerungen der Corona-Maßnahmen und die steigende Impfquote. Auch der Möbelhandel blickt mit Hoffen und Bangen auf die kommenden Monate. Denn obwohl die Stimmung der Verbraucher weiter steigt, bleiben mit der Verbreitung von Virusvarianten Unwägbarkeiten. Von ihnen hängt ab, wie sich die Verbraucherstimmung in den nächsten Monaten und damit die Nachfrage in der Möbelbranche entwickeln wird.

Der Möbelhandel ist mit vollen Auftragsbüchern in 2021 gestartet. Für viele Betriebe war das vergangene Jahr ein Umsatzrekordjahr. Nach dem ersten Lockdown hatten ein enormer Nachholeffekt zusammen mit einer Kaufkraftverschiebung dem Einrichtungshandel massive Zuwächse beschert. Die Erhöhung der Mehrwertsteuer hatte der Branche zudem eine Verbesserung der Marge gebracht, da ein Großteil einbehalten werden konnte.

Von dieser positiven Entwicklung konnten dann im zweiten Lockdown Anfang 2021 laut Sebastian Deppe, Mitglied der Geschäftsführung bei der BBE Handelsberatung, viele Möbelhändler zehren. „Mit Beginn des 2. Quartals waren diese Aufträge aber nahezu ausschließlich ausgeliefert. Vom Lockdown betroffene Unternehmen, die die Schließung stationären Flächen nicht kompensieren konnten, verzeichneten deutliche Rückgänge im ausgelieferten Umsatz.“ Zur Kompensation dienten nicht nur Online-Vertriebswege, sondern auch „kreative“ Lösungen. Deppe: „Gerade kleinere Betriebe haben sich hier oftmals als mutiger erwiesen und konnten von der temporären Wettbewerbsveränderung stärker profitieren.“

Die momentanen Lockerungen der Corona-Maßnahmen und das Ende der Geschäftsschließungen sorgen in der Branche für gute Umsätze. Allerdings sind die Umsatzsprünge des vergangenen Jahres erwartungsgemäß nicht zu erreichen. Deppe: „Derzeit ist die Nachfrage ungefähr auf dem Niveau vor Corona, teilweise etwas darunter.“ Gründe dafür sind die wiedergewonnene Reisefreiheit, die viele Verbraucher nutzen und die Effekte der vorgezogenen Käufe des vergangenen Jahres.

Der aktuelle BBE-Möbel-Index (Verlinken!) weist zwar derzeit immer noch ein Minus aus, aber die Entwicklung im Möbelhandel ist positiv zu bewerten, zumal die Vorgaben aus dem Vorjahr recht gut sind. Das Umsatzminus aus dem 1. Quartal 2021 konnte bereits deutlich reduziert werden.

Die Daten des BBE-Möbel-Index beruhen im Wesentlichen auf den Zahlen aus dem „Chefplan Online“ (CPO). Allein hier kann die BBE Handelsberatung München auf über 100 Teilnehmer aus dem Möbelhandel zurückgreifen. Diese werden z.T. aus Einzelberatungen bzw. sonstigen Eigenerhebungen wie Erfa angereichert. Der BBE-Möbel-Index wird jeden Monat gemeinsam und exklusiv von der BBE Handelsberatung München und der „möbel kultur“ veröffentlicht.

Haben Sie Fragen zum Möbelhandel oder Möbel-Index? Dann wenden SIe sich gerne an:

Ansprechpartner

Sebastian Deppe

Leiter Team Unternehmensberatung
Brienner Str. 45,
80333 München