Studie

Markt „Rund um die Küche: Wachstum nicht zu halten

Feb 2022
Der Markt „Rund um die Küche“ kam gut durch die Corona-Krise und profitierte sogar von ihr: Im Vergleich zum Vorjahr stieg das Marktvolumen „Rund um die Küche“ 2020 um 7,3 Prozent. Dieser positive Trend wird anhalten, jedoch nicht auf gleichem Niveau, denn Nachholeffekte im Küchenbereich fallen weitestgehend aus. Bis zum Jahresende 2021 ist mit einem Umsatzplus von rund vier Prozent zu rechnen. Zu diesen und weiteren Ergebnissen sowie Prognosen kommt der neue „Branchenbericht Rund um die Küche 2021“ des IFH Köln.

„Der Markt ‚Rund um die Küche‘ ist insgesamt sehr gut durch die Corona-Krise gekommen. In den unsicheren Zeiten rückten die Ausstattung des eigenen Wohnraums für viele in den Fokus. Kurz- und mittelfristig kämpft der Markt jedoch mit Lieferengpässen und erhöhten Materialkosten. Infolgedessen und weil positive Effekte durch die Pandemie derzeit nicht zu erwarten sind, ist ab 2022 wieder mit einem flachen Wachstumstrend wie vor der Krise zu rechnen,“ so Christoph Lamsfuß, Senior Consultant am IFH Köln, zu den Ergebnissen der Studie.

Obwohl es sich beim Markt „Rund um die Küche“ nicht um einen klassischen Online-Markt handelt, ist der Online-Anteil in den letzten Jahren kontinuierlich gestiegen. Insgesamt erfuhr das Online-Geschäft im Markt durch die Corona-Krise einen Extraschub und macht nun 14,4 Prozent der Gesamtdistribution aus. Und der Trend zum Online-Shoppen wird sich weiter fortsetzen: Nach Prognosen des IFH Köln wird im Markt „Rund um die Küche“ 2025 rund jeder vierte Euro online umgesetzt. Dennoch wird sich die Marktstruktur kaum verändern. Der Fachhandel dürfte seine Vormachtstellung behalten, weil er unter anderem frühzeitig ins Online-Geschäft eingestiegen ist und dort auf ähnlichem Niveau wie seine Onlinekonkurrenz wächst. 2025 werden (weiterhin) rund zwei Drittel des Umsatzes mit Küchenmöbeln, Elektrokleingeräten und GPK/Hausrat vom Fachhandel umgesetzt werden.

Während Elektrokleingeräte ein hohes kurz- und langfristiges Wachstum vorzuweisen haben, stagniert der Einzelmarkt GPK/Hausrat. Das hohe Wachstum von Elektrokleingeräten resultiert hierbei vor allem aus der erhöhten Nachfrage nach Küchenmaschinen und Kaffee-/Teeautomaten. Hauptgrund hierfür: Viele Konsument:innen arbeiteten im letzten Jahr überwiegend im Homeoffice. 2021 ist ein weiterer Schub für Elektrogeräte wie Kaffeemaschinen oder Toaster durch weiterhin vermehrtes Arbeiten im Homeoffice möglich.


Der Branchenbericht „Rund um die Küche 2021“ zeigt die Veränderungen der vergangenen Jahre im Gesamtmarkt auf und hilft, die künftigen Entwicklungen besser einschätzen zu können. Dabei wird ein Blick auf die Entwicklung der drei Einzelmärkte (Küchen, GPK/Hausrat und Elektrokleingeräte) mit den relevanten Warengruppen 2010 bis 2020 in der retrospektiven Entwicklung sowie in der Prognose bis 2025 geworfen.

Die komplette Studie kann im Online-Shop des IFH Köln erworben werden.

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