„Sinus®-Milieus“ gruppieren Menschen nach ihrer Lebenswelt, ihren Werten, Einstellungen und sozialen Lagen. Ihre Integration in die Standortanalyse geht weit über klassische Frequenzzählungen hinaus und bietet einen entscheidenden Mehrwert für die strategische Planung:
Die Vorteile der innovativen Methode werden am Beispiel Düsseldorf deutlich:
Die Analyse zeigt auf, dass Düsseldorfs Innenstadt besonders von kaufkräftigen Milieus der modernen Oberschicht frequentiert wird - Konservativ-Gehobene, Postmaterielle und Performer sind überrepräsentiert. Der Vergleich zwischen Innenstadtbesuchern und Einzugsgebiet-Bevölkerung offenbart erhebliche unerschlossene Potenziale bei Expeditiven, Neo-Ökologischen und Konsum-Hedonisten - drei kaufkräftige und progressive Zielgruppen.
Dabei gibt es große Standortunterschiede:
Im Umfeld des spektakulären Kö-Bogens gibt es überdurchschnittlich viele Expeditive, während der Carlsplatz mit seinem attraktiven Markt besonders Postmaterielle und Performer anzieht.
Durch verstärkte Ansprache „expeditiver“ und „neo-ökologischer“ Milieus können neue kaufkräftige Zielgruppen erschlossen werden. Durch das Verständnis der Milieu-Präferenzen können Einzelhändler, Gastronomen und Immobilieneigentümer ihre Konzepte zielgruppengerecht ausrichten und die Attraktivität ihrer Standorte steigern.
Die Nutzung von Sinus-Milieus geht damit weit über reine Frequenzzählungen hinaus und bietet entscheidende Vorteile für die strategische Planung.
Fazit:
Die Integration der Sinus-Milieus in die klassische Standortanalyse ermöglicht es, die komplexen Dynamiken unserer Innenstädte zu verstehen und zukunftsorientierte Entscheidungen zu treffen. Sie ermöglichen es uns, nicht nur auf Veränderungen zu reagieren, sondern diese aktiv und erfolgreich zu gestalten.
Die Kurzfassung der Studie kann kostenlos heruntergeladen werden unter: