Neue Studie: Einkaufsverhalten russischer Gäste in München

München wird bei russischen Touristen immer beliebter. Nach der Ukraine-Krise machen wieder mehr Gäste Urlaub in der Landeshauptstadt und kaufen dabei kräftig ein. Laut einer aktuellen Studie geben Russen mit durchschnittlich 201 Euro pro Tag zwar weniger aus als die arabischen Gäste. Allerdings liegen sie bei ihren Shoppingausgaben in München auf dem Niveau der Touristen aus China. Die Studie „Einkaufsverhalten russischer Gäste in München“ wurde von der BBE Handelsberatung im Auftrag des Handelsverbands Bayern (HBE) erstellt.

München wird bei russischen Touristen immer beliebter. Nach der Ukraine-Krise machen wieder mehr Gäste Urlaub in der Landeshauptstadt und kaufen dabei kräftig ein. Laut einer aktuellen Studie geben Russen mit durchschnittlich 201 Euro pro Tag zwar weniger aus als die arabischen Gäste. Allerdings liegen sie bei ihren Shoppingausgaben in München auf dem Niveau der Touristen aus China. Die Studie „Einkaufsverhalten russischer Gäste in München“ wurde von der BBE Handelsberatung im Auftrag des Handelsverbands Bayern (HBE) erstellt.

Anders als bei Chinesen oder Arabern, ist für viele russische Besucher einer der wichtigsten Gründe nach München zu reisen, Freunde und Verwandte zu besuchen. Joachim Stumpf, Geschäftsführer der BBE Handelsberatung: „Für den Großteil der Besucher ist zwar Shopping die wichtigste Aktivität vor Ort. Einkaufen spielt jedoch primär als Besuchsgrund kaum eine Rolle. Daraus ist zu schließen, dass es sich bei den Einkäufen vornehmlich um Impulskäufe handelt.“ Laut Stumpf kaufen russische Gäste zwar auch im Luxussegment ein, allerdings wählt eine deutliche Mehrheit (86 Prozent) mittelpreisige Geschäfte für ihren Einkauf aus. Bevorzugt wird dabei in der Münchner Innenstadt eingekauft. Ganz oben auf der Einkaufsliste stehen Bekleidung und Schuhe.

Laut HBE-Präsident Ernst Läuger hat auch der Einzelhandel in München 2014 die Auswirkungen der gewaltsamen Besetzung der ukrainischen Halbinsel Krim und der verhängten Sanktionen gespürt. „Die Flaute ist allerdings überwunden. Seit 2017 ist München wieder ein sehr beliebtes Reiseziel bei russischen Touristen. Sie bleiben deutlich länger als die Gäste aus China und geben dabei kräftig Geld aus. Russische Gäste lieben das Einkaufen in München.“, so Läuger. Die mit Abstand wichtigste Informationsquelle über Einkaufsmöglichkeiten in München ist auch für Russen vor der Abreise das Internet. Stumpf: „Bei vielen russischen Touristen haben zudem Empfehlungen von Freunden und Verwandten eine auffällig große Bedeutung.“

Empfehlungen für den Handel:

  • Aufgrund der überraschend hohen Produktorientierung im mittleren Preissegment, sind die russischen Shoppingtouristen auch für die Einzelhandelsbereiche außerhalb des Luxussegments relevant.
  • Um die Touristen bereits vor dem Urlaubsantritt zu erreichen, sollten sich die Marketingmaßnahmen verstärkt auf den Online-Bereich konzentrieren.
  • Um auf die vermehrte Nutzung des Internets durch mobile Endgeräte zu reagieren, sollten neben kundenspezifischen Apps auch freies WLAN in den Geschäften angeboten werden.
  • In Hinblick auf den hohen Anteil an Einkaufsempfehlungen durch Freunde und Verwandte, sollte das positive und professionelle Auftreten der Mitarbeiter gezielt gefördert werden. So lässt sich zum einen der Umsatz pro Kunde und der Anteil an Wiederkehrern langfristig steigern und zum anderen wird dadurch die Weiterempfehlungsquote gesteigert.
  • Russisch- oder mindestens englischsprachiges Personal einsetzen.
  • Produktinformationen auf Englisch bzw. Russisch am Point of Sale.
  • Unterstützung bei der Mehrwertsteuerrückerstattung. Entweder durch Beratung vor Ort oder durch die Bereitstellung von passenden Hilfsmitteln (Formulare, Apps, Terminals, etc.)
  • Sonderdienstleistungen anbieten, wie beispielsweise der Warentransport vom Laden zum Hotel oder Direktversand nach Hause, etc.

Die Studie steht hier zum kostenlosen Download bereit.

Ansprechpartner:
Josef Ebnet

BBE Handelsberatung München
Brienner Str. 45
80333 München

Tel: +49 89 55118-177
Fax: +49 89 55118-153
E-Mail: ebnet@bbe.de