Neue Kaufland-Studie Lebensmittelhandel: Frequenzanker im Online-Zeitalter

Digitale Technologien, aber auch demografische Veränderungen ziehen ein stark verändertes Kundenverhalten nach sich. Angesichts der Herausforderungen stellt sich da langfristig denkenden Investoren, Projektentwicklern und Kommunen die Frage: Wer sagt mir eigentlich, dass morgen immer noch genug Frequenz in meine Handelslage kommt?

Was auch immer die Zukunft bringen mag: Kaufland in Kooperation mit der BBE Handelsberatung möchten diese Zukunft aktiv mitgestalten und haben zu diesem Anlass die Studie „Frequenz im Online-Zeitalter – 10 Gründe für eine stabile Zukunft“ erarbeitet.

Wir beginnen darin mit einem Überblick über den aktuellen Stand der Handelsforschung und was sie uns über die neuen Rahmenbedingungen im Online-Zeitalter zeigen kann. Im nächsten Schritt haben wir gemeinsam mit unserem Expertennetzwerk zehn Punkte

identifiziert, durch die der Lebensmittelhandel einen Beitrag für lebendige Städte und Gemeinden, aber auch für die Menschen vor Ort leistet. Entstanden ist ein vielfältiges und spannendes Kaleidoskop unterschiedlicher Fallbeispiele und Expertenstimmen, wie etwa von Thomas Beyerle (Catella Property), Markus Trojansky (Geschäftsführer Expansion dm) oder Jörn Burghardt (Hahn Gruppe). Die Studie enthält unter anderem folgende Erkenntnisse:

  • Der Lebensmitteleinzelhandel ist eine der wenigen Branchen, die auch stationär weiter wächst.
     
  • Aufgrund der verschwindend geringen Online-Anteile im LEH und der hohen Bedeutung der wohnortnahen Nahversorgung bleiben Lebensmittelhändler ein Frequenzanker für Kommunen jeder Größenordnung.
     
  • Der Handel unterlag schon immer Zyklen, die sich anhand von Trends und Innovationen nachvollziehen lassen. Dementsprechend wandeln sich auch Rolle und Bedeutung von Frequenzankern im Laufe der Zeit.
     
  • Digitalisierung ist mehr als nur der Online-Vertriebskanal. Eine Verzahnung der verschiedenen Kanäle und eine verbesserte Kundeninteraktion rücken in den Fokus der Händler.
     
  • Die wichtigsten Entscheidungskriterien für die Auswahl eines Lebensmittelmarktes sind das Preis-Leistungs-Verhältnis, eine große Auswahl unterschiedlicher Produkte sowie die räumliche Nähe.
     
  • Die Urbanisierung beeinflusst das Standortverhalten der Händler. Sowohl in den Metropolregionen als auch im ländlichen Raum wachsen die Städte. Die Händler rücken näher an den Kunden.
     
  • Der Mobilitätswandel findet vor allem in den Großstädten statt. Außerhalb der hochverdichteten städtischen Quartiere bleibt das Auto weiterhin elementar für die Nahversorgung. Daher werden Standorte mit großzügigem Parkplatzangebot bevorzugt.
     
  • Lebensmittel werden auch in Zukunft überwiegend stationär und wohnortnah eingekauft, anders als in anderen strukturprägenden Branchen wie beispielsweise dem Textilhandel.

Möchten Sie gerne selbst nachlesen? Die Studie kann kostenlos heruntergeladen werden unter: www.immobilien.kaufland.de