IHK Handelsreport Ruhr 2018: Konkurrenzdruck durch den Online-Handel wächst

Seit 2009 analysiert die BBE Handelsberatung für die sechs Industrie- und Handelskammern im Ruhrgebiet die Entwicklung der Einzelhandelsstrukturen in der Großregion mit annähernd sechs Mio. Einwohnern. Die wichtigsten Trends in diesem Jahr:

Während Lebensmittelsupermärkte und –Discounter weiterhin größer werden, ziehen andere Branchen offenbar bereits Konsequenzen aus dem zunehmenden Konkurrenzdruck durch den Online-Handel: Vor allem im Textil- und Sportsegment haben einige Anbieter Standorte im Ruhrgebiet aufgegeben. Bei Elektromärkten zeichnet sich ebenfalls rückläufiger Flächenbedarf ab. Aber es gibt auch Wachstumsthemen: Nonfood-Discounter, allen voran Thomas Philipps, Tedi und Action haben viele neue Standorte eröffnet und folgen häufig Lebensmittelmärkten nach, denen das Ladenlokal zu klein wurde.

Im Möbelsegment sind den zahlreichen Ankündigungen der letzten Jahre oft keine konkreten Ansiedlungen gerfolgt. Nachdem der Markt traditionell von regionalen Playern beherrscht wurde, treten nun verstärkt Marktführer wie XXXLutz, Höffner/Krieger und Segmüller durch neue Planungen und Übernahmen in Erscheinung. Leerstand ist erfreulicherweise kein strukturelles Problem: Nicht mehr benötigte Handelsflächen werden immer häufiger „vom Markt genommen“ und durch Gastronomie, Wohnen oder öffentliche Dienstleistungen nachgenutzt. Es zeigt sich aber auch ein anhaltender Bedeutungsverlust der kleineren Stadtteil- und Nahversorgungszentren, in denen es häufig keine zukunftsfähigen Versorgungsstrukturen mehr gibt.

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