Nachnutzung ehemaliger Lebensmittelmärkte: Was wurde aus den Immobilien?

Die Anzahl der Lebensmittelmärkte in Deutschland sinkt stetig, dabei werden die neuen Supermärkte und Discounter immer größer. Die Gesamtverkaufsfläche steigt immer noch. Viele Ladenlokale sind für die Branche mittlerweile zu klein geworden und können aufgrund der Verhältnisse am Standort auch nicht erweitert werden.

Die Folge: Immer mehr dieser Immobilien kommen auf den Markt, finden aber nicht immer neue Käufer oder Mieter. Auf Basis einer BBE-Auswertung von rund 1.500 Objekten in Nordrhein-Westfalen lässt sich feststellen, dass 89 Prozent der 2011 durch Lebensmittelmärkte belegten Ladeneinheiten weiterhin diese Nutzung aufweisen, 4 Prozent stehen leer und 7 Prozent wurden inzwischen durch andere Nutzungen belegt. Kaum Probleme gibt es offenbar mit größeren Objekten (ab 1.500 qm), auch bieten sich an typischen Fachmarktstandorten insgesamt weniger Nachfolgeprobleme. In den Innenstädten hängen die Chancen stark von den Umfeldbedingungen ab: Wo ein Discounter oder Supermarkt nicht mehr passt, kommt in guten Lagen oft ein Drogeriemarkt oder ein Nonfood-Discounter nach, im günstigsten Fall sogar ein Textilanbieter wie TK Maxx. Abseits gelegene Objekte können in Einzelfällen noch durch Sportstudios oder Gastronomie genutzt werden, manchmal bleibt aber auch nur der Abriss.

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Jörg Lehnerdt

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