Kommunale Einzelhandelskonzepte und Digitalisierung: Neues Denken gefragt

Fast flächendeckend haben Städte und Gemeinden in den letzten Jahren Einzelhandels- und Zentrenkonzepte aufgestellt oder bereits fortgeschrieben. Im Fokus steht dabei meist die Frage, wie eine Kommune als Einkaufsziel attraktiv bleiben (oder werden) kann, ohne dass sie zwei wichtige Planungsziele aufgibt, die ihr der Gesetzgeber im öffentlichen Interesse vorschreibt: den Schutz der Innenstadt und die wohnortnahe Versorgung mit Gütern des „täglichen Bedarfs“ (vor allem Lebensmittel, Getränke und Drogerieartikel).

Letztlich sollte mit dem Konzept die fachliche Grundlage für eine Steuerung insbesondere des großflächigen Einzelhandels über die Bauleitplanung geschaffen werden. Im Mittelpunkt stehen dabei oft Verteilungskämpfe um Standorte und neue Verkaufsflächen zwischen „Zentralen Versorgungsbereichen“ und Fachmarktstandorten außerhalb.

Die fortschreitende Digitalisierung verändert nun jedoch die Geschäftsmodelle des Handels mit großer Geschwindigkeit und damit auch die Spielregeln für Standortentscheidungen. Mit steigendem Online-Anteil werden andere Lagequalitäten und tendenziell kleinere Läden gefragt. Um die Chancen der Digitalisierung nutzen zu können, werden bei den Unternehmen hohe Investitionen in Technik und Personal erforderlich. Starke Retailformate konzentrieren sich auf die attraktiven Einkaufsstädte und deren beste Lagen. Das Nachsehen haben Klein- und Mittelstädte ohne Profil und ohne starke Leitbetriebe. Ihnen bringt ein zu starres Einzelhandelskonzept weder die Modehäuser in die Innenstadt zurück, noch sichert es die Nahversorgung.

Mit einem nur an der Vergangenheit ausgerichteten Planungskorsett kann die Zukunft nicht gewonnen werden. Stattdessen muss ein „Einzelhandelskonzept 2.0“ die gesamte Positionierung überdenken und das Marketing einer Einkaufsdestination neu ausrichten. 

Dabei gibt es jedoch kein Patentrezept. Sicher ist aber, dass inzwischen genügend Erkenntnisse über die Erfolgsfaktoren „digitaler Einkaufsstädte“ vorliegen. Welche Strategie ist die richtige? Wie muss ein Einzelhandelskonzept ergänzt werden, um den neuen Rahmenbedingungen Rechnung zu tragen? Antworten darauf können Ihnen die Experten der BBE Handelsberatung geben.

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Jörg Lehnerdt

BBE Handelsberatung Köln
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