Inventurdifferenzen: Professionelle Diebstahlprophylaxe stoppt Ladediebe

Alkohol, Kosmetik, Lebensmittel oder Bekleidung - nahezu jeder dieser Artikel ist für Ladendiebe von Interesse. Langfinger entwenden Jahr für Jahr Waren im Wert von rund vier Mrd. Euro. Nur jeder zehnte Dieb wird überhaupt entdeckt und angezeigt. Neben Gelegenheitsdieben sind professionell agierende Täter und organisierte Banden das Hauptproblem für den Handel. Die Täter werden immer dreister und sind hochaggressiv. Das macht dem Handel große Sorgen.

Um Diebstähle zu verhindern oder zumindest zu erschweren, investiert der deutsche Einzelhandel jährlich mehrere Millionen Euro in Präventiv- und Sicherungsmaßnahmen.

Steigen die Inventurdifferenzen, reagieren Führungskräfte oft mit Trainings oder intensiver Kommunikation mit den Mitarbeitern. Josef Ebnet, Consultant Research & Support bei der BBE Handelsberatung: „Für einen kurzfristigen Effekt ist das oftmals ausreichend. Allerdings bedarf es einer nachhaltig erfolgreichen Kultur der Diebstahlprophylaxe mit klar definierten Rahmenbedingungen, die bislang in nur wenigen Betrieben gepflegt wird.“ Geht man von einer Ideal-Situation aus, so ist Diebstahlsprophylaxe ein Teil der gelebten Unternehmenskultur. Die Ansprache von Risikokunden wird zur Selbstverständlichkeit, Mitarbeiter orientieren sich an vordefinierten und jederzeit verfügbaren Checklisten. Außerdem ist die Sprachregelung im direkten „Täter“-Kontakt klar und einheitlich.

Um eine solche Kultur im Unternehmen zu etablieren und die Mitarbeiter zu sensibilisieren bietet die BBE Handelsberatung Testdiebstähle an. Ebnet: „Innerhalb eines Testtages werden in einem mehrstufigen Eskalationsszenario die Aufmerksamkeit sowohl der Mitarbeiter auf der Fläche, als auch der des Kassenpersonals überprüft.“ Die Tester beginnen mit verzeihlichen „Versehensfällen“ wie etwa die Angabe der falschen Stückzahl an der Kasse, bis hin zum offenen Diebstahl. Die Ergebnisse werden in einem Verlaufsprotokoll zusammengefasst und durch die Einordnung der Leistungen des Personals in ein Scoring-Modell ist auch ein Vergleich zwischen mehreren Filialen möglich. Damit Testdiebstähle auch auf kleinen Flächen mit wenig Personal durchgeführt werden können, ist es auch möglich, in Zusammenarbeit mit dem Filialleiter/Besitzer individuelle Szenarien zu erstellen.

Um die Erfahrungen aus den Testdiebstählen auch optimal zu Nutzen und zu vertiefen, bietet die BBE in Zusammenarbeit mit com.cultur Schulungen zu den Themen Identifizierung und Vermeidung von Diebstählen an. Dabei werden auch Kommunikationstechniken für Mitarbeiter und Führungskräfte für die Ansprache von potenziellen Dieben trainiert. Dadurch soll die Grundlage geschaffen werden, dass selbst in eskalierenden Situationen die Tonalität professionell und wertschätzend bleibt. Durch ein einheitliches und professionelles Auftreten werden Kunden an den Prozess gewöhnt und potenzielle Diebe abgeschreckt. Ebnet: „Zu gewinnen gibt es achtsame und professionelle Mitarbeiter. Und die sind nicht nur bei der Diebstahlprophylaxe ein echter Wert im Unternehmen.“

Ansprechpartner:
Josef Ebnet

BBE Handelsberatung München
Brienner Str. 45
80333 München

Tel: +49 89 55118-177
Fax: +49 89 55118-153
E-Mail: ebnet@bbe.de

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