Der Schuhhandel im Zeichen des digitalen Wandels – Bericht zur 3. Schuhe24-Strategietagung

Geballte Schuhhandelskompetenz in gediegenem Ambiente der historischen Casino-Gesellschaft Wiesbadens: Zusammengeführt wurden die Experten und rund 140 Händler Dr. Dominik Benner von Schuhe24. Die gut gefüllten Ränge verrieten, dass der Themenschwerpunkt beim Publikum einen besonderen Nerv getroffen hatte.

Der stationäre Schuhhandel befindet sich inmitten einer tiefgreifenden Transformation, ausgelöst durch den Trend zum E-Commerce und einem veränderten Kauf- und Mobilitätsverhalten der Kunden. Die einhellige Meinung der Teilnehmer: Gerade für kleine und mittelständische Schuhhändler ist eine Digitalisierung des Geschäfts alternativlos geworden, da im stationären Handel keine Umsatzzuwächse mehr zu erwarten sind.

Den Auftakt machte Stephan von Parpart, Managing Director bei Lincoln, der einen Ausblick auf die Trends im Schuhhandel gab. Lewin Berner von Sioux zeigte anschließend die Entwicklung des Online-Handels für die Hersteller auf und beleuchtete die eigene Position in diesem immer bedeutender werdenden Segment.

Schnell ging es von der Theorie zur Praxis. Am Nachmittag konnten die Teilnehmer an drei Workshops teilnehmen, die sich rund um die Themen Shop-Gestaltung, Kommunikation und operative Verbesserung des Ladengeschäfts drehten. Unter den Referenten waren auch Eva-Maria Schaffner und Jürgen Hanke von der BBE Handelsberatung, die mit den Teilnehmern über die digitalen Herausforderungen des Schuhhandels sowie die Steigerung der Mitarbeiter- und Servicequalität einer hybriden Shopping-Welt diskutierten. Ihre These: Dem stationären Fachhandel bleibt zwar nichts anderes übrig, als online mitzuwachsen, viele Schuhhändler sitzen jedoch dem Irrtum auf, dass dazu lediglich ihr Unternehmen samt Angebot im Internet darstellen müssen. Dabei vernachlässigen sie, dass auch Werbemittel und -maßnahmen dringend an das digitale Zeitalter angepasst werden müssten. Das betrifft den Referenten zufolge sowohl die Werbung im Internet über Online-Banner und Onlineprospekte als auch die Präsenz in Social-Media-Kanälen, etwa bei WhatsApp oder YouTube.

Dennoch: Jede Partizipation an digitalen Möglichkeiten scheitert, wenn das Geschäftsmodell nicht wettbewerbsfähig ist. Vor allem mit Beratungskompetenz und Kundenfreundlichkeit kann der Facheinzelhandel sich gegenüber Filialisten, Großunternehmen und der Konkurrenz aus dem Onlineangebot absetzen, lautet das Erfolgsrezept von Schaffner und Hanke für die Zukunft des Schuhhandels. Die Mitarbeiter in den Ladenlokalen bleiben also auch in Zukunft ein bedeutender Erfolgsfaktor. Denn je stärker die Frequenz im Laden fällt, desto wichtiger wird es, die Wertschöpfung je Kunde zu erhöhen. Kennzahlen wie Teile pro Bon, die Höhe des Durchschnittsbons und Cross-Selling-Raten rücken daher immer stärker in den Fokus. Dazu müssen die Mitarbeiter jedoch wesentlich besser geschult werden, als es bisher der Fall ist. Um sich zusätzlich von Mitbewerbern absetzen zu können, gaben die Referenten den Tipp, die Kunden durch eine Vielfalt von Services anzusprechen. Die meisten Unternehmen weisen hierfür zwar entsprechende Angebote auf. Doch noch ist die Kommunikation dieser Services durch die Mitarbeiter vielfach verbesserungswürdig oder schlichtweg nicht vorhanden.

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Fax: +49 89 55118-153
E-Mail: hanke@bbe.de